Abnehmrechner Dauer

Wie lange dauert es abzunehmen?

Wer abnehmen will, hat sich diese Frage mit Sicherheit schon häufiger gestellt. Denn wie so oft kann es uns eigentlich nicht schnell genug gehen. Wir werden schnell ungeduldig und das demotiviert.
Das Problem ist dabei in der Regel weniger die Tatsache, dass wir zu langsam abnehmen sondern vielmehr die Erwartungshaltung, mit der wir an die Sache rangehen. Fakt ist:

Abnehmen braucht seine Zeit

Doch um die Erwartungshaltung ein wenig zu managen, empfiehlt es sich sich von Anfang an realistische Ziele zu setzen.

Abnehmen – was ist ein realistisches Ziel?

Dem Körper sind physische Grenzen des Abnehmens gesetzt. Doch man kann diese durchaus auch berechnen: Grundsätzlich gilt:

Um 1kg Körperfett zu verlieren muss man knapp 7000 kcal einsparen, also 7000 kcal weniger zu sich nehmen als man verbraucht.

Letztlich hängt also alles davon ab, wie groß das tägliche Kaloriendefizit ausfällt bzw. wie viele Kalorien man über einen längeren Zeitraum einsparen kann.

Kaloriendefizit (wenn negativ) = Energieaufnahme – Energieverbrauch

Wie lange dauert es um abzunehmen
Kaloriendefizit – Dauer abnehmen

Je geringer die Energieaufnahme ausfällt bzw. je mehr Energie man verbraucht (z.B. durch Sport) desto größer wird das Kaloriendefizit (negative Kalorien). Klar wird hier aber auch: Innerhalb weniger Tage können hier keine Wunder verbracht werden. Eine durchschnittlich große Frau hat in der Regel einen Kalorienbedarf von 2000 kcal je Tag. Selbst wenn diese Frau es schafft die Hälfte ihres täglichen Kalorienverbrauchs einzusparen, also tagtäglich ein Kaloriendefizit von 1000 kcal aufzubauen, bräuchte sie knapp  1 Woche um 7000 kcal einzusparen und 1kg Körperfett zu verlieren.

Warum verliere ich zu Beginn einer Diät schnell Gewicht?

Zu Beginn einer Diät verlieren wir dennoch häufig schneller Gewicht. Dies hat jedoch nichts damit zu tun,

abnehmrechner dauer abnehmen
Abnehmen braucht seine Zeit

dass wir Fett abbauen, sondern liegt einzig und allein daran, dass wir zunächst einmal unsere Glykogenspeicher leeren, das sind die kurzfristigen Energiespeicher im Körper, in denen Kohlenhydrate in Form von Glykogen gespeichert werden. Die langfristigen Energiespeicher bildet das Fett. Zu Beginn einer Diät beginnt der Körper zunächst seine kurzfristigen Energiespeicher zu leeren und das Glykogen abzubauen. 1g Glykogen kann im Körper nur mit knapp 2-4g Wasser gebunden werden. Wird das Glykogen abgebaut, verlieren wir auch das Wasser. Der Gewichtsverlust zu Beginn einer Diät ist in der Regel also vorwiegend getrieben durch einen Wasserverlust. Der tatsächliche Körperfettabbau setzt erst ein sobald die Glykogenspeicher leer sind, was in der Regel einige Tage dauert. Danach pendelt sich der Gewichtsverlust in der Regel ganz gut ein – je nachdem wie viele Kalorien pro Tag eingespart werden. Dann kann man die Dauer des Abnehmen mit der oben genannten Formel auch relativ schnell berechnen:

Abnehmrechner – Dauer berechnen

Unser Abnehmrechner ermöglicht dir die Dauer des Abnehmens zu berechnen. Dazu musst du einzig und allein angeben, wie groß dein tägliches Kaloriendefizit sein soll. Je größer dein tägliches Kaloriendefizit desto schneller nimmst du ab.

dauer abnahmerechner
Dauer um Abzunehmen berechnen

 

Warum realistische Abnehmziele setzen?

Wichtig ist, dass wir diesen Mechanismus verstehen. Haben wir dies einmal verstanden, fällt es deutlich leichter sich realistische Ziele zu setzen. Dies ist wichtig, um langfristig Erfolge zu verzeichnen.

  • utopische Ziele können schnell demotivieren –> Setzen wir uns zu hohe Ziele, kann dies schnell demotivierend wirken, wenn wir unsere Ziele nie erreichen
  • kleine Erfolge wertschätzen lernen –> realistische kleinere Ziele und kleine Meilensteine helfen uns unsere bisherigen Erfolge wertzuschätzen ohne das Große Ziel aus dem Auge zu verlieren. Wir haben das Gefühl wir kommen voran und erreichen unser Ziel – wenn auch mit kleinen Schritten
  • langfristige Erfolge ohne JOJO Effekt –> realistische Ziele helfen langfristig abzunehmen und JOJO Effekte zu verhindern.

Ernährung im Wandel – vom Fett zum Zucker

Ernährung im Wandel

Unsere Ernährung hat sich in den letzten Jahren erstaunlich stark verändert.Betrachtet man den Wandel in der Ernährung, so wird relativ stark deutlich, wie eng Wohlstand, Komfort und die jeweilige Ernährungsform zusammenhängen – nix neues eigentlich, oder?

Vom Jäger und Sammler zum Kulturpflanzenanbau

Weg vom Fett hin zu den Kohlenhydraten (Stärke)

Der folgende Zeitstrahl veranschaulicht ganz gut, wie sich unsere Ernährung eigentlich im Verlaufe der Zeit, in diesem Falle von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit verändert hat:

Wandel Ernährung Alsteinzeit bis Neuzeit
Wandel der Ernährung

In der Altsteinzeit bewegen wir uns in der Zeit der Jäger und Sammler. Gegessen wurde hier hauptsächlich Fleisch, Fisch, Beeren und Honig, wenn man welchen fand. Milchprodukte gab es zu dieser Zeit kaum, denn die Viehzucht und der damit verbundene Zugang zu frischer Milch von Tieren kam erst deutlich später. Dieser Wandel kam mit der Mittelsteinzeit und der Jungsteinzeit. In der Zeit bewegte man sich weg vom jagen und sammeln hin zur Produktionswirtschaft. Die Menschen wurden sesshafter und begannen die ersten Getreidearten anzubauen und Vieh zu halten. Damit veränderte sich auch die Ernährung. Man hatte nun Zugang zu Milchprodukten (Käse, Butter, Milch) und war in der Lage aus Getreide Mehl zuzubereiten und damit das erste Brot zu backen. In der Bronzezeit wurden diese Fähigkeiten vertieft. Die Getreidesorten wurden vielfältiger, Hirse, Dinkel und Hafer kamen hinzu. Der Fokus wechselte in dieser Zeit immer weiter weg vom Fleisch und Fisch, was immer knapper wurde, hin zu Getreideprodukten (Brei und Brot). In der Neuzeit wurden schließlich neue Kulturpflanzen, insbesondere die Kartoffel das erste Mal eingeführt. Die Kartoffel wurde zu einer Art Gemüseersatz und verdrängte auch zunehmend das Gemüse vom Speiseplan.

Bereits lässt sich eine starke Tendenz der Ernährung weg vom fettreichen Fisch und Fleisch hin zu kohlenhydratereichen Kartoffeln und Brot beobachten.

Industrialisierung verstärkt den Fokus auf Zucker

Verstärkt wurde dieser Effekt im 19. Jahrhundert mit Beginn der Industrialisierung. Viele Lebensmittel, die vorher nur sehr rar verfügbar waren, wurden nun immer mehr zu Massenprodukten. Dies war ein regelrechter Durchbruch, da Hungersnöte von nun an eher die Seltenheit waren.

Viele Erfindungen im Zeitalter der industriellen Revolution haben dazu beigetragen, dass Hunger immer mehr bekämpft wurde. Gleichzeitig haben viele dieser neuen Erfindung jedoch auch erheblichen Einfluss auf unsere Ernährungsweise gehabt.

wie sich die ernährung verändert hat
Wandel der Ernährung im Industriezeitalter

Betrachtet man einmal obigen Zeitstrahl, so wird einem erst so richtig klar, wie sehr wir eigentlich heute von vielen Erfindungen des 19. Jahrhunderts profitieren – und wie sehr diese Erfindungen heute eigentlich auch unsere Ernährungsform mit beeinflussen.

Die erste Dampfmühle, die im Jahre 1786 erfunden wurde, ermöglichte den Start der Massenproduktion von Weizenmehl, was die Lebensmittelproduktion von Nudeln, Brot, Teigarten und Co stark begünstigte. Kurze Zeit später wurde erstmalig die Gewinnung von Zucker aus Zuckerrüben entdeckt.

Die Gewinnung von Zucker aus Zuckerrüben wurde dabei erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckt.

Auch wenn es bis zu industriereifen Produktion noch einige Jahre dauerte, war dies der Durchbruch um die Bevölkerung in Zukunft mit einem günstigen, kalorienreichen Süßungsmittel zu versorgen. Bis dahin konnte man ausschließlich mit teurem Honig und Rohrzucker süßen.

Letztlich begann in den 60er Jahren das sogenannte „food design“, also die Herstellung künstlicher Aroma- und Zusatzstoffe, die es der Lebensmittelindustrie heute erlaubt, Erdbeerjoghurt ganz ohne Erdbeeren herzustellen ;).

Weg von der Stärke hin zum Zucker

In den letzten 200 Jahren sind wir also nochmals durch einen starken Wandel gegangen. Haben wir uns zwar bereits früher (Ende der Steinzeit bis Neuzeit) schon viel von Getreideprodukten und Milchprodukten ernährt, kommt heute noch eine weitere Komponente hinzu: der Zucker.

Während es sich allerdings früher eher um eine Verschiebung der Nährstoffe (weg vom Fleisch hin zum Brot) handelte, kommt der Zucker heute leider in vielerlei Fälle on top hinzu.

zuckerkonsum wächst stetig
Zuckerkonsum in Deutschland pro Kopf pro Jahr

Und so lässt sich seit 1850 ein stetig ansteigender Zuckerkonsum beobachten. Lag der Zuckerkonsum 1850 noch bei weniger als 2 kg je Kopf je Jahr in Deutschland, bewegen wir uns heute bei mehr als 30 kg Zucker je Kopf je Jahr.

 

Im Jahr 2015 liegt der Zuckerkonsum in Deutschland fast bei dem 30-fachen.

Diese Zahl ist nicht nur erschreckend, sondern leider auch sehr bedrohlich. Denn Zucker ist keinesfalls gesund für den Körper. Unser Organismus ist eigentlich nicht gemacht für einen derartigen Konsum an Zucker. Das zeigt die Ernährung unserer Vorfahren, das zeigt aber auch die zunehmende Anzahl an Volkskrankheiten wie Diabetes, Krebs, Fettleibigkeit etc.

 

Fettstoffwechsel statt Zuckerstoffwechsel

Mit unserer heutigen Ernährungsweise gewinnen wir einen Großteil unserer täglichen Energie aus Kohlenhydraten, sowohl aus Weizenprodukten, aus Früchten, aus Hülsenfrüchten – aber eben auch aus Zucker. Unser Körper ist dabei grundsätzlich in der Lage Kohlenhydrate genau so gut zur Energiegewinnung zu nutzen wie Fett. Hat der Körper jedoch die Wahl, bevorzugt er die Kohlenhydrate. Und dies stellt heute ein Problem dar. Wir geben unserem Körper nicht mehr die Wahl zu entscheiden. Die Aufnahme von so einem riesigen Anteil an Kohlenhydraten führt dazu, dass unser Körper fast ausschließlich Kohlenhydrate zur Energiegewinnung benutzt. Fakt ist jedoch: Die Energie und Wärme aus Fett ist die deutlich höherwertigere.

Aufgrund der sehr kohlenhydratelastigen Ernährung hat unser Körper die Energiegewinnung aus Fett mehr oder wenig vollständig vergessen – ABER: Wir sind nach wie vor in der Lage unsere Energie auch aus Fett zu beziehen. Den Vorgang der Energiegewinnung aus Fett bezeichnet man als sogenannte Ketose.

Fettstoffwechsel – Ketose

Ketose, also die Energiegewinnung aus Fett, erfolgt immer dann, wenn:

  • der Körper sich über einen längeren Zeitraum (mehrere Tage) in einem Hungerzustand befand (deswegen bezeichnet man die Ketose auch als sogenannten Hungerstoffwechsel)
  • wir dem Körper über einen längeren Zeitraum keine Kohlenhydrate zugeführt haben

Der Körper kann nicht von jetzt auf gleich aus Fett seine Energie ziehen. Er benötigt dabei bestimmte Enzyme, die ihm nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, wenn er vorher ausschließlich Kohlenhydrate zur Energiegewinnung benutzt hat. Der Körper muss diese Enzyme erst bilden. Dies dauert in der Regel mehrere Tage.

Tritt einer der beiden obenbeschriebenen Fälle in ausreichendem Maße ein, so beginnt der Körper diese Enzyme, die sogenannten Ketonkörper zu bilden. Diese Ketonkörper benötigt der Körper um aus Fett die notwendige Energie zu gewinnen. Der Körper ist erst in der Lage Fett zu verbrennen, wenn ausreichend Ketonkörper vorhanden sind. Der Körper wird zudem nur solange die Energie aus dem Fett gewinnen wie wir ihn nicht direkt wieder mit Kohlenhydraten überhäufen.

Viele moderne Diäten bauen heute auf dem Prinzip der Ketose auf. Abgeschwächtere Formen (Low Carb Diäten) reduzieren die Kohlenhydrateaufnahme nicht ganz so drastisch wie bei einer Ketogenen Ernährungsform.

Die Idee hinter all diesen Low Carb Diäten wird meines Erachtens nach besser verständlich, wenn man sich einmal genauer mit dem Wandel der Ernährung beschäftigt. Es zeigt sich, dass unsere Vorfahren in der Regel an deutlich weniger Erkrankungen litten und grundsätzlich fitter zu sein schienen – und das obwohl sie kaum Kohlenhydrate und wenn dann nur in Form von Stärke und nicht in Form von Zucker zu sich genommen haben.

2 Wochen Abnehmprogramm – low carb Diät

Auch in unserem kostenlosen 2 Wochen Abnehmprogramm konzentrieren wir uns auf eine Low Carb Ernährungsform

abnehmrechner abnehmprogramm gratis
2 Wochen Abnehmprogramm – Starte Jetzt

mit maximal 50g Kohlenhydraten pro Tag. Mit dieser stark reduzierten Kohlenhydrataufnahme solltest du innerhalb von wenigen Tagen den Zustand der Ketose erreichen. Wir begleiten dich dabei mit zusätzlichen Erklärungen, den entsprechenden GRATIS Ernährungsplänen und täglichen Motivationsmails.

 

blutzuckerspiegel und glykogenspeicher zusammenhang

Glykogenspeicher

Was sind Glykogenspeicher?

Glykogenspeicher sind die kurzfristigen Energiespeicher im menschlichen Körper. Unser Körper kann grundsätzlich Energie aus allen 3 Makronährstoffen gewinnen, also aus den Kohlenhydraten, den Fetten und den Eiweißen – genau in dieser Reihenfolge priorisiert der Körper die Energiequellen auch. Kohlenhydrate bilden immer die primäre Energiequelle, denn grundsätzlich lässt sich aus Kohlenhydraten am leichtesten Energie im Körper gewinnen.

Energiegewinnung aus Kohlenhydraten – Blutzuckerspiegel Kreislauf

Im Folgenden ist kurz beschrieben, was bei der Aufnahme von Kohlenhydraten im Körper passiert und welche Rolle dabei die Glykogenspeicher spielen.

Aufnahme von Kohlenhydraten – Blutzuckerspiegel steigt

Führen wir dem Körper Kohlenhydrate zu, so beginnt der Körper diese Kohlenhydrate zunächst in seine

blutzuckerspiegel und glykogenspeicher zusammenhang
bei Aufnahme von Kohlenhydraten steigt Blutzuckerspiegel an

Grundbausteine zu zerlegen. Die Grundbausteine der Kohlenhydrate sind die Glukose Moleküle (Einfachzucker). Die Glukose Moleküle werden dann ins Blut aufgenommen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel, das heißt die Konzentration an Zucker im Blut erhöht sich. Den Blutzuckerspiegel kann man sich dabei ähnlich vorstellen wie einen Tank (siehe rechte Seite). Durch Aufnahme von Kohlenhydraten füllt sich dieser Tank auf. Um nicht Gefahr zu laufen, dass die Konzentration an Zucker im Blut zu groß wird bzw. in unserem Beispiel der Tank zu voll wird, reguliert unser Körper den Blutzuckerspiegel mithilfe von bestimmten Enzymen und Hormonen. In diesem Falle kommt das sogenante Insulin zum Tragen. Sobald der Tank sehr voll ist (weil wir viele Kohlenhydrate zu uns genommen haben), wird im Körper Insulin freigsetzt um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken.

Freisetzung Insulin – Blutzuckerspiegel sinkt

insulin blutzuckerspiegel glykogenspeicher zusammenhang
Insulin Freisetzung senkt den Blutzuckerspiegel

Das Insulin kann man sich dabei vorstellen wie kleine Transporter, die dafür sorgen, dass unser Blutzucker Tank wieder geleert wird, das heißt unser Blutzuckerspiegel gesenkt wird. Das Insulin baut den Blutzucker ab und transport die Glukose zu den Körperzellen, die die Energie benötigen. Dabei handelt es sich um jegliche Form von Körperzellen (Muskelzellen, Hirnzellen, Hautzellen). Selbst wenn wir uns kaum bewegen, benötigt der Körper ständig ein Mindestmaß an Energie (den sogenannten Grundumsatz) um alle notwendigen Körperfunktionen (Atmen, Herzschlag, Hirntätigkeit) aufrecht zu erhalten. Wenn wir uns entsprechend auch noch bewegen, wird deutlich mehr Energie benötigt, da auch die Muskelzellen dann jede Menge Energie verbrennen.

Unser Körper braucht immer so viel Energie wie er täglich verbrennt. Nehmen wir mehr Energie zu uns, nehmen wir langfristig zu. Nehmen wir weniger Energie zu uns als wir verbrennen, nehmen wir langfristig ab.

Kurzfristige Energiespeicherung – Glykogenspeicher

Obwohl unser Körper ununterbrochen Energie verbrennt, nehmen wir nicht ständig Energie zu uns. In der

glykogenspeicher überschüssige glukose in form von glykogen speichern
überschüssige Energie wird kurzfristig in Glykogenspeicher gespeichert

Regel essen wir nur alle paar Stunden. Unser Körper kommt auch damit zurecht, wenn wir mal einen ganzen Tag nichts essen. Dies funktioniert, da der Körper die kurzfristigen Energiespeicher hat – die sogenannten Glykogenspeicher. Nach einer Mahlzeit haben wir dem Körper in der Regel sehr viel Energie gleichzeitig zugeführt. Nicht all diese Energie wird sofort von unseren Körperzellen benötigt. Sind aktuell alle Körperzellen versorgt, so nutzt der Körper die kurzfristigen Zwischenspeicher – die Glykogenspeicher. Um die überschüssige Energie der Glukose zwischenzulagern, muss der Körper die Glukose zunächst in Glykogen umwandeln. Nur in Form von Glygoken kann der Körper die Energie speichern. Die Umwandlung der Glukose in Glykogen nennt man Glykogensynthese:

energiegwinnung aus glykogen
zur Energiespeicherung wird Glukose in Glykogen umgewandelt

Glykogen kann jederzeit in verwertbare Energie zurückverwandelt werden. Den umgekehrten Prozess nennt man Glykogenolyse. Hat der Körper zu einem späteren Zeitpunkt also einen Energiebedarf, den er nicht direkt aus aufgenommenen Kohlenhydraten decken kann, so beginnt er die Glykogenspeicher anzuzapfen und nutzt Glykogen zur Energiegewinnung.

Glykogensynthese zur Energiespeicherung

Damit der Körper die Glukose in Glykogen umwandeln kann, benötigt er Wasser.

1g Glykogen wird dabei in Verbindung mit 2-4g Wasser gespeichert.

Dies ist wichtig zu verstehen. Häufig wundern wir uns, warum wir nach einer größeren Mahlzeit plötzlich deutlich mehr wiegen. Dies liegt nicht daran, dass wir sofort so stark an Körperfett zugelegt haben. Vielmehr hängt dies einzig und allein damit zusammen, dass der Körper in Verbindung mit dem Glykogen auch jede Menge Wasser speichert. Das Wasser wird wieder freigesetzt sobald die Glykogenspeicher geleert werden, das heißt sobald das Glykogen abgebaut wird.

Zusammenhang Glykogenspeicher & Abnehmen

Wie hängen nun also die Glykogenspeicher mit dem Abnehmprozess zusammen?

Unser Körper kann nur eine begrenzte Menge an Glukose in Form von Glykogen speichern. Die Kapazität der Glykogenspeicher ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. In der Regel können wir knapp 400 (untrainierter Mensch) – 600g Glykogen (trainierter Mensch) speichern. Die Glykogenspeicher befinden sich dabei zu ca. einem Drittel in der Leber und zu ca. zwei Drittel in den Muskeln. Je trainierter ein Mensch ist, desto größer sind in der Regel seine Glykogenspeicher.

1g Glykogen entspricht ca. 4,1 kcal Energie.

Das heißt, bei 600g Glykogen sind das bis zu 2400 kcal Energie, die ein Mensch kurzfristig speichern kann.

 

Glykogenspeicher voll –> Gewichtszunahme

Wenn wir über mehrere Tage immer mehr Energie zu uns nehmen als wir verbrauchen, füllen sich unsere Glykogenspeicher immer weiter auf bis zur Kapazitätsgrenze. Sind die Glykogenspeicher voll und wir nehmen dennoch weiter mehr Energie zu uns als wir verbrauchen, beginnt der Körper die überschüssige Energie in langfristige Speicher umzuwandeln: Da kein zusätzliches Glykogen mehr gespeichert werden kann, beginnt der Körper einen Teil des Glykogens in Fett umzuwandeln um weiter Energie aufzunehmen. In diesem Falle beginnen wir Körperfett anzusetzen und zuzunehmen.

Glykogenspeicher leer –> Gewichtsabnahme

Wollen wir abnehmen, also Körperfett abbauen, so muss uns bewusst sein, dass dies ebenfalls nur über die Glykogenspeicher funktioniert: Nehmen wir weniger Energie zu uns als wir verbrennen, so beginnt der Körper zunächst die Glykogenspeicher zu leeren und die notwendige Energie aus dem Glykogen zu gewinnen. Erst wenn die Glykogenspeicher leer sind, wird der Körper anfangen Fett zu verbrennen – erst dann bauen wir wirklich Körperfett ab.

Im schlimmsten Fall (bei vollen Glykogenspeicher), sind also bis zu 2000 kcal Energie in den Glykogenspeichern gespeichert. Diese müssen zunächst geleert werden, bevor unsere Fettverbrennung einsetzt. Allerdings bringt die Freisetzung von Glykogen bereits einen entscheidenen Vorteil mit sich:

Freisetzung von Glykogen macht uns leichter

Mit dem Glykogenabbau verlieren wir auch jede Menge Wasser, welches der Körper gebunden hatte um das Glykogen zu speichern. Aus diesem Grund verlieren wir innerhalb der ersten Tage einer Diät auf der Waage in der Regel bereits die ersten 1-2 kg Gewicht, denn auch das Wasser wiegt natürlich einiges (600g Glykogen * 4g Wasser = 2,4 kg Gewicht).

Was muss ich tun um meine Glykogenspeicher zu leeren?

Um abzunehmen, müssen wir also zunächst unsere Glykogenspeicher leeren. Dies erreichen wir in der Regel, in dem wir

  1. über mehrere Tage weniger Energie zu uns nehmen als wir verbrauchen
  2. ein sehr langes, intensives Sportprogramm (>2h) absolvieren
  3. über mehrere Tage weniger als 50g Kohlenhydrate je Tag zu uns nehmen

In der Regel bietet sich eine Kombination aus allen 3 Optionen an.

2 Wochen Abnehmprogramm – Glykogenspeicher leeren

Unser 2 Wochen Abnehmprogramm ist ebenfalls darauf ausgelegt die Glykogenspeicher sehr schnell und

abnehmrechner abnehmprogramm gratis
Glykogenspeicher leeren mit kostenlosem 2 Wochen Abnehmprogramm

effizient zu leeren um relativ schnell den Körper dazu zu bringen wieder Körperfett abzubauen. In dem 2 Wochen Abnehmprogramm konzentrieren wir uns darauf, durch eine reduzierte Kohlenhydrateaufnahme in Verbindung mit einem Kaloriendefizit relativ effizient die Glykogenspeicher innerhalb der ersten 5 Tage zu leeren um dem Körper somit eine effiziente Körperfettverbrennung zu ermöglichen. Wir begleiten dich innerhalb dieser Zeit und erklären dir genau, was gerade in deinem Körper passiert und wie du bestimmte Signale deines Körper zu deuten hast. Wir geben dir dort auch entsprechende GRATIS Ernährungspläne an die Hand – Probier es doch einfach mal aus! 🙂

Low Carb Kopfschmerzen

Low Carb Ernährung & Kopfschmerzen

Mit der Umstellung auf eine Low Carb Ernährung kommt es in der Regel in den ersten Tagen zu starken Kopfschmerzen. Dies liegt

kopfschmerzen durch wenig kohlenhydrate
Kopfschmerzen zu Beginn einer low carb Ernährung sind ganz normal

daran, dass der Körper sich umgewöhnen muss. Hat er bisher Kohlenhydrate bzw. Glykogen, die kurzfristige Speicherform der Kohlenhydrate, als primäre Energiequelle genutzt, wird ihm diese während einer low carb Diät entzogen.

Low Carb Ernährung/ Diät

Low Carb ist eine Ernährungsform und nicht zwingend eine Diät. Bei dieser Ernährungsform wird vorwiegend auf industriell gefertigte Kohlenhydrate (Zucker, Weizenmehl und Co) verzichtet, da die Aufnahme von Kohlenhydrate unseren Blutzuckerspiegel ständig schwanken lässt, was dazu führt, dass unser Körper immer wieder Insulin ausschüttet, was wiederum die Fettverbrennung stoppt. Unsere heutige Gesellschaft isst einen deutlich höheren Anteil an Kohlenhydraten als es früher der Fall war. Mittlerweile gibt es sogar Studien darüber, dass die Aufnahme von zu viel Zucker und Weizenmehl moderne Krankheiten wie Diabetes und Krebs fördert. Um aus diesen Teufelskreis auszubrechen, fokussieren sich viele moderne Ernährungsformen immer mehr auf den weitestgehenden Verzicht von Kohlenhydraten. Innerhalb der Low Carb Ernährungsformen gibt es wiederum nochmal unterschiedliche Ausprägungen.

In der Regel wird die Kohlenhydrateaufnahme bei einer Low Carb Ernährung jedoch auf maximal 50g Kohlenhydrate je Tag reduziert.

Dies muss nicht zwingend dazu führen, dass wir abnehmen. Ob wir letztlich Gewicht verlieren oder nicht hängt auch von unserer Energiebilanz ab. Ersetzen wir die aus Kohlenhydraten gewonnene Energie nur durch Fett bzw. Eiweiß und nehmen nach wie vor genau so viel zu uns wie wir verbrauchen, so werden wir nicht abnehmen. Da eine extrem Kohlenhydrate reduzierte Ernährung jedoch auch automatisch zu weniger Appetit führt und einem deutlich besseren Sättigungsgefühl, nehmen wir häufig automatisch weniger ab, da wie plötzlich unbewusst auch weniger essen.

2 Wochen Abnehmprogramm

Auch in unserem 2 Wochen Abnehmprogramm konzentrieren wir uns auf eine low carb Ernährung

gewicht verlieren in 2 wochen
2 Wochen Abnehmprogramm

und nutzen die positiven Effekte der Low Carb Ernährungsumstellung aus, um dir zu zeigen, wie du die Kontrolle über das, was du isst, zurückgewinnst, ohne zu hungern und ohne ständige Heißhungerattacken. In den 2 Wochen erklären wir dir genau, was gerade in deinem Körper passiert und wie du die Signale deines Körpers‘ zu deuten hast. Denn neben den Kopfschmerzen kann es noch zu weiteren Anzeichen einer sogenannten Low Carb Flu kommen. Wir versorgen dich zudem regelmäßig mit motivierenden E-Mails und sogar GRATIS Ernährungspläne kannst du dir herunterladen!

Kopfschmerzen zu Beginn der Umstellung auf Low Carb

Wenn wir nur noch maximal 50g Kohlenhydrate je Tag essen, dann hat der Körper nicht mehr ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung um darauf seine Energie zu ziehen. Der Körper beginnt in dieser Situation zunächst seine Glykogenspeicher zu leeren. Die Glykogenspeicher können noch einmal bis zu 2000 kcal Energie, also fast einen kompletten Tagesbedarf, speichern. Erst wenn die Glykogenspeicher komplett leer sind, beginnt der Körper sich nach alternativen Energiequellen umzusehen. In dieser Phase kommt es in der Regel zuKopfschmerzen, da der Körper NOCH keine alternative Energiequelle vollständig anzapfen kann und gleichzeitig ihm die Kohlenhydrate als primäre Energiequelle fehlt. Die Kopfschmerzen sind durchaus vergleichbar mit einer Art Entzugserscheinung. Dem Körper fehlt der bisher so liebgewonnene Zucker als Energiequelle. Fett als Energiequelle funktioniert zwar grundsätzlich auch, erfordert jedoch mehr Aufwand für den Körper.

Fett statt Kohlenhydrate als Energiequelle

Grundsätzlich ist der Körper in der Lage Fett genau so gut als Energiequelle zu verwenden wie Kohlenhydrate. Diesen Vorgang der Energiegewinnung aus Fett nennt man Ketose.

Für die Ketose ist jedoch zunächst die Bildung bestimmter Enzyme notwendig. Dies dauert in der Regel einige Tage. In dieser Zeit kann es immer wieder zu Kopfschmerzen kommen. Nehmen wir jetzt mehr Kohlenhydrate zu uns, hören die Kopfschmerzen in der Regel zwar auf, wir stoppen damit jedoch auch sofort die Enzymbildung. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Zähne zusammenzubeißen und die Kopfschmerzen für 2-3 Tage zu ertragen. Nur so schaffen wir es in die Ketose zu gelangen und unseren Körper dazu zu bringen wieder effizient Fett zur Energiegewinnung zu benutzen.

Nach 2-3 Tagen sollten die Kopfschmerzen wieder verschwunden sein. 

Neben den Kopfschmerzen können übrigens weitere typische Symptome auftreten, wie beispielsweise Grippeähnliche Symptome (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlappheit, Halsschmerzen und Co). Dies ist völlig normal und sollte nach einigen Tagen ebenfalls wieder verschwunden sein.

Was tun gegen die Kopfschmerzen?

Wirklich effizient bekämpfen kann man die Kopfschmerzen nicht. Es kann allerdings helfen viel

Kopfschmerzen bei low carb

Wasser zu trinken und auch ein wenig Bewegung kann dem Körper in dieser Situation helfen. Da wir uns in der Umstellungsphase häufig sowieso sehr müde und abgeschlagen fühlen, wird empfohlen viel zu schlafen um dem Körper ausreichend Ruhe zu geben um sich auf die neue Energiegewinnung einzustellen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Umstellung nicht unbedingt in eine Phase zu legen, in der wir 100% fit sein müssen (z.B. kurz vor einer Prüfung oder einem Wettkampf oder ähnlichem).